Laut § 2 des Organons gibt es eine geistartige Lebensenergie, die in gesundem Zustand alle Teile des Menschen in harmonischer Funktion hält. Damit sind sowohl Gefühle, als auch körperliche und geistige Tätigkeiten gemeint.

Krankheit ist somit eine Störung der individuellen und ganz persönlichen Lebenskraft eines Menschen. Die Summe aller Krankheitszeichen (Symptome) zeigt die Störung der genannten Lebenskraft und gibt damit Hinweise auf benötigte Therapien und Mittel. Der Therapeut hat im Krankheitsfall die Aufgabe,die Störung der Lebenskraft zu erfassen, zu beseitigen und so einen harmonischen Lebensfluss wieder herzustellen.

Gesundheit ist ebenfalls ein sehr weit gefasster Begriff. Um als gesund zu gelten, müssen alle Ebenen störungsfrei arbeiten. Auf geistiger Ebene sollte ein gesunder Mensch nicht nur denken können, sein gesunder Geist sollte auch Kreativität zeigen. Auf emotionaler Ebene sollte man fähig sein unterschiedliche Gefühle zu haben und diese sollte man wandeln können. Vor allem steht aber die Fähigkeit Glück zu empfinden. Auf der körperlichen Ebene sollte man frei sein von Beschwerden.

Gesundheit zeigt sich also in Kreativität, Glück und Beschwerdefreiheit.

Schon Hahnemann hatte erkannt, dass sich ein gesunder Geist in einem gesunden Körper besser entwickelt "um den höheren Daseinszweck zu erfüllen".